Zertifikat Religionspädagogik

1. Ausgangslage

Bereits seit 2002 gibt es Bestrebungen an unserer Fachakademie das Fach Katholische Theologie / Religionspädagogik positiver und stärker in seiner Bedeutung – zumal für eine kirchliche Ausbildungsstätte – hervorzuheben.

2. Umsetzung

Von Anfang an wurde an unserer Fachakademie die Begleitung der Bewerberinnen vom SPS bis hin zum Berufspraktikum praktiziert.

Bereits in den persönlichen Bewerbungsgesprächen wird auf die Möglichkeit, ein Religionspädagogisches Zertifikat zu erwerben, hingewiesen.

Im 1. SPS wird eine Hausarbeit zu einem religionspädagogischen Thema (schriftlicher Leistungsnachweis) erbracht. Im 2. SPS wird diese Hausarbeit dann im Unterricht vorgestellt (Präsentation; mündlicher Leistungsnachweis).

Im 1. und 2. Studienjahr besuchen alle Studierenden den verpflichtenden Unterricht von insgesamt 3 JWST (= Jahreswochenstunde = 40 Unterrichtsstunden). Hinzukommen die beiden Module von insgesamt 1 JWST für alle Studierenden. Hier geschieht für alle Studierenden eine grundlegende Vertiefung.

Die Wahlmöglichkeiten für die Absolventinnen des Religionspädagogischen Zertifikates sind hier etwas eingeschränkt; dies ist im Hinblick auf die in der Rahmenordnung vorgeschriebenen Themenbereiche:

  1.  Christwerden heute unter dem Aspekt der Werteorientierung und -erziehung
  2.  Multikulturalität und Multireligiösität
  3.  Schöpfung
  4.  Vernetzung frühreligiöser und -ethischer Erziehung mit den übrigen Förderschwerpunkten des bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans
  5.  Umgang mit Sterben und Tod

die in den beiden Studienjahren abgedeckt werden müssen, notwendig.

Im Berufspraktikum wählen die Studierenden entweder eine Seminareinheit „Begegnung mit dem Judentum“ (20 UST) oder „Begegnung mit dem Islam“ (20 UST) oder eine einwöchige Exkursion zum Beispiel nach Assisi, Taizé (40 UST). Diese Seminareinheiten dienen der Begegnung mit anderen Religionen bzw. einer Vertiefung der eigenen Spiritualität.

Hinzukommen eine Schriftliche Ausarbeitung eines situationsgebundenen religionspädagogischen Angebotes und die Durchführung dieses Angebotes in der Praxis mit anschließender Reflexion.

 

3. Einführung des Religionspädagogischen Zertifikates im Jahr 2005

Im Jahre 2005 wurde eine Rahmenordnung für den Erwerb eines Religionspädagogischen Zertifikates der Freisinger Bischofskonferenz vorgelegt und an Pfingsten 2005 den Fachakademien für Sozialpädagogik zur Einführung empfohlen. Unsere Fachakademie ist seit diesem Zeitpunkt mitbeteiligt.

Besuch in einem türkischen Kindergarten

4. Übersicht

1.SPS   

2.SPS   

 1. Studien-jahr

2. Studien-jahr

Berufs-praktikum

Summen

Pflichtunterricht

0,5 JWST*

0,5 JWST

1,5 JWST

1,5 JWST

0 JWST

4 JWST

Zusätzlicher Unterricht für alle Studierenden

0 JWST

0 JWST

0,5 JWST

0,5 JWST

0 JWST

1 JWST

Religionspädagogisches

Zertifikat

0 JWST

0 JWST

0 JWST

0 JWST

2 JWST

2 JWST

 

*JWST = Jahreswochenstunde = 40 Unterrichtsstunden

 

5. Kosten

Für die Studierenden ist das Zertifikat kostenfrei.

Die Teilnahme an der Exkursion (freiwillig) ist mit Kosten für die Studierenden in Höhe von zirka 250 Euro (Taizé) bis 400 Euro (Assisi) verbunden.

 

6. Muster des Zertifikates

(siehe Anlage)

 

7. Ausblick

Die Resonanz aus dem Teilnehmerkreis ist äußerst positiv. Auch dürften die Teilnehmerzah-len in den nächsten Jahren von jetzt 35 % auf 45 % eines Ausbildungsjahrganges steigen.

Eine weitere Durchlässigkeit zu der Theologischen Zusatzausbildung, die die Katholische Stiftungsfachhochschule anbietet, wird angestrebt.

Merkblatt und Antrag zum Herunterladen